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Flughafen Wien: Flüssigkeiten im Handgepäck

Der Flughafen Wien meldet: Ab dem 6. November 2006 gelten neue Regelungen für Ab- und Weiterflüge von einem EU-Flughafen.


Eine neue EU-Verordnung regelt die Beschränkungen für Flüssigkeiten, die Fluggäste in den Bereich hinter die Sicherheitskontrollstellen und bis ins Flugzeug mitnehmen dürfen. Dies ist die Reaktion der EU-Kommission auf die Bedrohung durch selbst fabrizierte Flüssigsprengstoffe. Hintergrund dieser Regelung ist, dass am 10. August 2006 geplante Anschläge entdeckt wurden, bei denen Bomben mit Flüssigsprengstoff in Flugzeugen mit Zielorten in den Vereinigten Staaten gezündet werden sollten. Die Europäische Kommission hat rasch reagiert und Beschränkungen für Flüssigkeiten erlassen, die Fluggäste in den Bereich hinter die Kontrollstellen und bis ins Flugzeug mitnehmen dürfen. Diese Regelung gilt selbstverständlich auch für Flüge die von Billigflug-Airlines (Billigflüge) angeboten werden.

Passagiere werden daher gebeten, folgendes zu beachten:

Flüssigkeiten, Cremen, Pasten, Gels, Sprays, Lebensmittel etc. dürfen die Maximalgrenze von 100ml pro Verpackung nicht überschreiten und müssen zusammen in einem 1 Liter großen, durchsichtigen wiederverschließbaren Plastiksack transportiert werden. Der Plastiksack muss verschlossen und getrennt vom Handgepäck durch die Sicherheitskontrolle gebracht und vorgezeigt werden. Pro Passagier und Ticket darf nur ein Plastiksack mitgenommen werden, der die 1 Liter Größe nicht überschreiten darf. Der Plastiksack dient als Maßeinheit und darf nach der Sicherheitskontrolle geöffnet werden. Medikamente, Baby- und Spezialnahrung (ärztliche Diätnahrung), die während des Fluges an Bord benötigt werden, können außerhalb des Plastikbeutels transportiert werden.

Für Arzneimittel und Diätprodukte müssen Passagiere künftig eine ärztliche Bestätigung oder ein Rezept auf ihren Namen mitführen. Artikel, die am Flughafen Wien im Transit (nach der Bordkartenkontrolle) und anderen EU-Flughäfen oder an Bord von EU-Fluglinien erworben werden, sind von mengenmäßigen Beschränkungen ausgenommen. Sie werden in spezielle Beutel eingepackt und versiegelt. Sie dürfen während der gesamten Reise nicht geöffnet werden. Zusätzlich muss der gut sichtbare Kassabon Örtlichkeit des Kaufes und Uhrzeit ausweisen. Um Verzögerungen so kurz als möglich zu halten, werden die Passagiere gebeten, bereits zu Hause die vorschriftskonforme Verpackung der Flüssigkeiten vorzubereiten.

In den ersten Wochen nach Einführung der EU-Verordnung ist es zweckmäßig, dass Reisende bereits eine Stunde früher am Flughafen eintreffen. Innerhalb der ersten Wochen wird der Flughafen Wien in Zusammenarbeit mit der AUA einige tausend "Notbeutel" zur Verfügung stellen. Zusätzlich werden fünf Umpackstationen am Flughafen Wien eingerichtet. Sie befinden sich sowohl im öffentlichen Bereich als auch im Terminal. Neben der Mitnahme von Flüssigkeiten wird auch die zulässige Handgepäcksgröße auf 56 x 45 x 25 cm beschränkt. Dafür ist allerdings eine Übergangsfrist von sechs Monaten vorgesehen. Eigens dafür abgestellte Kontrollorgane werden die Passagiere mit Handzetteln und Plakaten auf die neuen Maßnahmen aufmerksam machen.



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